
Der Ursprung des Kanu-Freestyle liegt in den USA. Die jüngste Disziplin des Kanusports erblickte in den Achtziger Jahren das Licht der Welt. Seit dieser Zeit ist die Weiterentwicklung von immer neuen Figuren (engl.: moves) und Booten nicht aufzuhalten. Figuren, die immer spektakulärer werden, sind durch neue Bootsformen möglich.
Wo Wehre im Fluss Walzen und Rückläufe bilden, sind die "Artisten" vom WSVB anzutreffen. Sie nennen es "ein Feuerwerk abbrennen", den Außenstehenden stockt der Atem.
Statt wie bei einer Wildwasserbefahrung die Walze möglichst schnell und mit Schwung zu durchfahren, lassen sich Kanu-Freestyler/innen von ihr festhalten. Warum die Walzen meiden, wo sich in ihr doch wunderbar cartwheelen lässt? Warum Felsen umfahren, wo doch beim Rocksplat erst wirklich Freude aufkommt? Warum Wellen durchfahren, wenn man doch in ihren Tälern surfen kann? Mit etwas Übung und Beharrlichkeit lassen die ersten Erfolge mithilfe unserer versierten Übungsleiter nicht lange auf sich warten.
Neben dem furchtlosen, spielerischen Umgang mit dem Element Wasser hat das Spielbootfahren auch die angenehme Seite der unkomplizierten Ausübung mit wenig aufwändigen Mitteln. Im Extremfall schultert man sein Kajak, fährt mit dem Fahrrad zum nächsten Playspot (Spielstelle) und ... spielt.
Aber nicht nur bei Jugendlichen und als Fun-Sport, sondern auch in leistungssportlicher Hinsicht gewinnt Kanu-Freestyle immer mehr an Bedeutung: Finden doch alljährlich eine ganze Reihe von Wettkämpfen statt, deren Höhepunkt sicherlich die WM ist und die Frage nach Olympia stellt sich wohl eher mit einem "Wann?" als mit einem "Ob".
Auch beim WSVB spielt Kanu-Freestyle eine zentrale Rolle, auch wenn wir es bei uns nicht wettkampfmäßig betreiben. Irgendwann packt es einfach jeden, sich einmal in so ein kleines "bockiges“ Boot zu setzten. Es macht unglaublich viel Spaß!
In jüngster Zeit haben wir immer wieder aktuelle Spielbootmodelle angeschafft, die beim Freestyle-Training auf der Erft ihren Einsatz finden.